§ 208 UGB Wertaufholung bei Anlage- und Umlaufvermögen nach dem RÄG 2014 – Was ist neu?

Das Wertbeibehaltungsrecht des § 208 Abs 2 aF wurde aufgegeben zugunsten einer Zuschreibungspflicht.

Nach der Übergangsregelung (§ 906 Abs 32) sind bisher unterlassene Zuschreibungen in Geschäftsjahren, die ab dem 1.1.2016 beginnen, nachzuholen. Wegen der Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die Steuerbilanz würde das eine sofortige Nachversteuerung der bisher unterlassenen Zuschreibungen bedeuten. Die Unternehmen haben daher die Möglichkeit, diese Steuerlast mittels Antragstellung in eine „Zuschreibungsrücklage“ (§ 124b Z 270 EStG)einzustellen. Diese Zuschreibungsrücklage ist aufzulösen,

  • soweit der Teilwert des Wirtschaftsgutes in den nachfolgenden Jahren niedriger ist als der Teilwert im Zeitpunkt der Bildung der Zuschreibungsrücklage
  • wenn das Wirtschaftsgut aus dem Betriebsvermögen ausscheidet.

Wird eine Zuschreibungsrücklage gem § 124b Z 270 EStG gebildet, dann dürfen Unternehmen unternehmensrechtlich eine passive Rechnungsabgrenzung einstellen (§ 906 Abs 32). Die ertragswirksame Auflösung des Rechnungsabgrenzungspostens hat nach Maßgabe der Vorschriften des § 124b Z 270 EStG zu erfolgen.

Es gibt eine Ausnahme: Für den Geschäfts- und Firmenwert kann gem. § 208 Abs 2 nF keine Zuschreibungspflicht bestehen.

Info & Kontakt: www.reflekt.at

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Über Irene Pollak

Mag. rer. soc. oec (Betriebswirtschaftslehre), Dipl. Lebens- und Sozialberaterin
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