Schlechte Erfahrungen gut verarbeiten

Das Erleben von emotionalen Schmerzen und Belastungen ist Teil unseres Lebens. Viele Menschen neigen dazu, diesen negativen Erfahrungen mit Vermeidung, Resignation und Widerwillen zu begegnen. Dabei machen sie die Erfahrung, dass dieses Verhalten sehr viel Kraft kostet, die sonst für die Entwicklung kreativer und flexibler Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung stünde.

Inwieweit Sie auch in schwierigen Situationen und trotz schlimmer Erfahrungen sich selbst und Ihrem Umfeld mit Offenheit, Mitgefühl, Güte und Behutsamkeit gegenüber treten können, ist weitgehend eine Frage der Übung. Das gilt auch für die Entwicklung neuer alternativer Lebenskonzepte und deren Umsetzung sowie für die Wahrnehmung und Verteidigung der eigenen ganz persönlichen Werte, Wünsche und Ziele in Ihrem Leben.

Menschen, die sich diese Fertigkeiten erarbeitet haben, können zurückgreifen auf flexiblere Handlungsmöglichkeiten, Gelassenheit, innere Ruhe und Ausgeglichenheit, sie sind offener für die schönen Erfahrungen des Lebens. Kurz: Sie haben einfach mehr Lebensqualität.

Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, können Sie mich über meine Homepage www.reflekt.at erreichen.

Literaturtipp für Interessierte: Georg H. Eifert, Aktzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT), Reihe Fortschritte in der Psychotherapie, Hogrefe Verlag, 2011.

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Über Irene Pollak

Mag. rer. soc. oec (Betriebswirtschaftslehre), Dipl. Lebens- und Sozialberaterin
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2 Antworten zu Schlechte Erfahrungen gut verarbeiten

  1. irenepollak@gmx.net schreibt:

    Ja, Sie haben völlig recht. Es ist nicht die leichteste Übung. Was ich in diesem Artikel angesprochen hat nicht viel mit „Abfindungsbereitschaft“ in einem resignativen Sinne zu tun. Es geht dabei um Integration des Erlebten durch Anwendung von verhaltenstherapeutischen Interventionen. Es ist dabei zu beachten, dass dieser Schritt erst NACH Behandlung akuter PTBS sinnvoll ist. Danke für Ihren Kommentar!

  2. SHG Mobbing Graz schreibt:

    Es ist sehr, SEHR schwer, nach Mobbing und Verlust von Job, Existengrundlage und Gesundheit, diesen Satz zu verwirklichen:
    Entwicklung neuer alternativer Lebenskonzepte und deren Umsetzung sowie für die Wahrnehmung und Verteidigung der eigenen ganz persönlichen Werte, Wünsche und Ziele in Ihrem Leben.
    Alternative Lebenskonzepte: bei schwerer Depression oder PTBS ist man froh, wenn man seinen Haushalt schafft.. und das Aufstehen..
    Persönliche Werte: wurde immer hochgehalten, und kosteten den Job. Denn Wahrheit und der aufrechte Gang ist in so manchen Firmensystemen Mobbinggrund No. 1.
    Wünsche: Man sehnt sich nach Gesundheit, Lebensfreude, danach, wieder mit Menschen ein anderes Thema anschneiden zu können als das Trauma Mobbing. Es scheint in unerreichbarer Ferne.
    Ziele: dazu braucht man Kraft. Die man zum Überleben so dringend benötigt.
    Entwicklung alternativer Lebenskonzepte: An der Armutsgrenze zu leben, und trotzdem die Menschenwürde zu behalten, und es nicht mehr ändern zu können, arbeitsfähig zu werden, und sich ein „menschenwürdiges“ Leben zu gestalten, erfordert ein Höchstmaß an „Abfindungsbereitschaft“ mit dem vermeintlichen „Schicksal“, das keines war, sondern der Akt der Gewalt, mit Borniertheit, Ignoranz und Machtausübungsfreude von Vorgesetzten mit Freuden zerstört worden zu sein.

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