Angst belastet Gene und Immunsystem

Wer über einen längeren Zeitraum großer Angst ausgesetzt ist läuft Gefahr, dass sich die Gene verändern, so informiert eine Studie des Heimholtz Zentrums München und Max-Planck-Instituts. Diese Veränderungen der DNA wirken sich negativ auf Nervensystem und Immunsystem aus und könnten erblich weitergegeben werden.


(Quelle: MedAustria; Anxiety Associated Increased CpG Methylation in the Promoter of Asb1: A Translational Approach Evidenced by Epidemiological and Clinical Studies and a Murine Model; Neuropsychopharmacology advance online publication June 2017; doi: 10.1038/npp.2017.102)

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UGB vs IFRS: Erlösrealisation bei nicht geltend gemachten Ansprüchen

Betroffene Normen: IFRS 15 (VO EU 2016/1905, geändert durch VO EU 2017/1986 und 2017/1987), § 189a Z 5 UGB idF nach dem RÄG 2014

Es ergeben sich Unterschiede in der Betrachtung von erstattungsfähigen und nicht erstattungsfähigen Vorauszahlungen.  In der Regel werden nicht geltend gemachte Vorauszahlungen erstattungsfähig sein. In der Praxis existieren jedoch auch nicht erstattungsfähige Vorauszahlungen, wie zB die Aufnahmegebühre in einem Fitness Center. Deswegen werden diese zwei Fälle gesondert betrachtet.

Beginn wir mit den erstattungsfähigen Vorauszahlungen. Diese sind gem UGB erfolgswirksam auszubuchen. Die Nichtgeltendmachung muss so gut wie sicher sein. Die Ausbuchung erfolgt in die sonstigen betrieblichen Erträge.  Gem IFRS hat die Ausbuchung in die Umsatzerlöse zu erfolgen.

Bei den nicht erstattungsfähigen Vorauszahlungen ist  nach UGB zu prüfen, ob ein Dauerschuldverhältnis oder eine selbstständige, unabhängige Teilleistung vorliegt.  Bei Dauerschuldverhältnissen wird eine passive Rechnungsabgrenzung gebildet und über die Dauer des Schuldverhältnisses aufgelöst. Liegt eine selbstständige, unabhängige Teilleistung vor, erfolgt unter der Voraussetzung der übergegangenen Preisgefahr eine Umsatzrealisierung.

Nach den IFRS ist zu prüfen, ob ein Vorauszahlung oder eine separate Leistungsverpflichtung vorliegt.  Unter Vorauszahlung verstehen IFRS eine Zahlung, die ohne Übertragung von Gütern und Dienstleistungen erfolgt ist.  Was nicht unter die Definition von Vorauszahlung fällt, gilt dann als separate Leistungsverpflichtung.

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Erlösrealisation bei UGB vs IFRS: Option des Kunden zum Erwerb zusätzlicher Güter oder Dienstleistungen

Betroffene Normen: IFRS 15 (VO EU 2016/1905, geändert durch VO EU 2017/1986 und 2017/1987), § 189a Z 5 UGB idF nach dem RÄG 2014

Beispiel: Der Kunde erwirbt am 1.1. ein Stück des Wirtschafsgutes X, am 1.3. ein weiteres Stück des Wirtschaftsgutes X und am 1.5. ein drittes Stück des Wirtschaftsgutes X

Das UGB verlangt in diesem Fall die Bildung einer Rückstellung. Zu buchen ist dieser Sachverhalt wie folgt:

1.1. ZMK (bzw Ford) / Erlös 50

1.3. ZMK (bzw Ford) / Erlös 50
Erlös / RSt  50

1.5. ZMK ( bzw Ford) / Erlös 50

Damit steht der Gesamterlös des Geschäftsfalles in Höhe von 100 Euro zu buche.

Gemäß IFRS 15.B39ff handelt es sich nicht um eine Rückstellung sondern es entsteht mit dem Kauf des zweiten Stückes durch die Kundin eine separate Leistungsverpflichtung für das Unternehmen.

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Tipps für Mobbingbetroffene

  • Warten Sie nicht zu lange zu. In der Regel verbessert sich die Situation durch Zuwarten NICHT. Versuchen Sie wertschätzend und vorsichtig ein klärendes Gespräch zu führen. Üben Sie dabei keinen Druck aus. Das könnte als Aufforderung für einen Gegenangriff verstanden werden. Wenn die andere Person abblockt, dann akzeptieren Sie das vorerst und
  • analysieren Sie die Situation. Versuchen Sie Mobbing zu begreifen und informieren Sie sich über die Möglichkeiten und Grenzen eines strategischen Vorgehens. Strategische Überlegungen sind in Mobbingsituation unbedingt erforderlich.
  • MobbingexpertInnen unterstützen Sie bei der Strategieentwicklung und können Sie psychisch entlasten. Gönnen Sie sich professonelle Unterstützung. Sie müssen nicht alle Probleme alleine lösen.
  • Überlegen Sie sich Strategien des Machtausgleichs, suchen Sie Verbündete und verbringen Sie Zeit mit Ihren Freunden.
  • Lohnt es sich für Sie zu kämpfen oder wäre Flucht die bessere Alternative? Stehen Ihnen andere berufliche Optionen offen?
  • Wenn Sie allseits auf taube Ohren stoßen, fordern Sie mit Hilfe Ihres Rechtsanwaltes die Fürsorgepflicht bei Ihren Vorgesetzten ein.
  • Führen Sie zu Analysezwecken ein Mobbingtagebuch. Aber versprechen Sie sich nicht allzuviel davon im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens. Das Mobbingtagebuch ist KEIN Beweis vor Gericht. Allenfalls wird es als „Indiz“ anerkannt.
  • Bei Cybermobbing sichern Sie die Daten, informieren Sie den Betreiber, blockieren Sie die Angreifer und schalten gegebenenfalls die Polizei ein.
  • Gönnen Sie sich ausreichend Ruhe und Erholung und unternehmen Sie Dinge, die Ihnen gut tun und Ihren Selbstwert und Ihr Selbstbewusstsein stärken.
  • Erlernen Sie Entspannungstechniken und Techniken, die Ihre Resilienz stärken.
  • Denken Sie darüber nach, welche Bedürfnisse hinter den Mobbingattacken stehen und ob bzw. wie Sie diese Bedürfnisse des Mobbers/der Mobberin befriedigen könnten.
  • Nehmen Sie Rechtsberatung in Anspruch.
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Erlösrealisation UGB vs IFRS: Konstellation Prinzipal – Agent

Betroffene Normen: IFRS 15 (VO EU 2016/1905, geändert durch VO EU 2017/1986 und 2017/1987), § 189a Z 5 UGB idF nach dem RÄG 2014

Gemäß dem UGB gelten auch hier für die Erlösrealisation die allgemeinen Prinzipien der Umsatzrealisation. Eine reine Vermittlungsleistung liegt vor, wenn im Zuge des Auftrags der Vermittlungsleistung die Preisgefahr für die zu vermittelnde Leistung nicht auf den vermittelnden Unternehmer übergegangen ist. Das vermittelnde Unternehmen hat nur ein Recht auf die Provision. Umsatzerlöse beim vermittelnden Unternehmen sind dann nur die Provisionserlöse. Wenn aber die Preisgefahr für das Produkt auf den vermittelnden Unternehmer übergegangen ist, dann zählen zu den Umsatzerlösen die Provision und die Gegenleistung für die vermittelte Leistung.

Bei den IFRS gelten diese Regelungen sinngemäß, allerdings ist für die Umsatzrealisierung gemäß IFRS nicht der Übergang der Preisgefahr ausschlaggebend. IFRS verlang den Übergang der Verfügungsmacht.

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UGB vs IFRS: Erlösrealisation bei Verkauf mit Rückgaberecht

Betroffene Normen: IFRS 15 (VO EU 2016/1905, geändert durch VO EU 2017/1986 und 2017/1987), § 189a Z 5 UGB idF nach dem RÄG 2014

Solange das Rückgaberecht besteht dürfen Umsatzerlöse nach dem UGB maximal in Höhe der Anschaffungskosten/Herstellungskosten gebucht werden. Alternativ kann der Umsatzerlös auch voll gebucht werden und eine Rückstellung in Höhe von Umsatzerlös – Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten eingestellt werden. Auch Rücknahmekosten, Wertminderungen sowie Veräußerungsverluste sind rückzustellen.

Gemäß den IFRS darf der Umsatzerlös auch dann gebucht werden, wenn eine Rückgaberecht besteht. Das Unternehmen muss jedoch annehmen, dass es zu keiner Rückgabe kommen wird. Die entsprechenden Buchungen, wenn mit einer Rückgabe gerechnet wird lautet:

  1. Forderungen / Erlöse
  2. Vermögenswert (Rückgaberecht) / Rückerstattungsverbindlichkeit
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Erlösrealisierung: Konzeptionelle Unterschiede zwischen IFRS und UGB

Betroffene Normen: IFRS 15 (VO EU 2016/1905, geändert durch VO EU 2017/1986 und 2017/1987), § 189a Z 5 UGB idF nach dem RÄG 2014

Mit dem RÄG 2014 änderte sich die Definition der Umsatzerlöse gem UGB. Die Umsatzerlöse gem UGB erfassen nunmehr Erlöse aus Verkäufen von Produkten und Dienstleistungen. Die Einschränkung des Erlösbegriffes auf die Erlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist nunmehr Geschichte. Anders nach den IFRS: Hier gelten nach wie  vor die Erlöse aus dem Kerngeschäft (der sog. gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) als Umsatzerlöse.

Die Einbringlichkeit der mit  dem Erlös verbundenen Forderung spielt im UGB allenfalls eine Rolle im Rahmen der Forderungsbewertung, spielt aber keine Rolle für die Erlösrealisation. Demgegenüber darf gem den IFRS eine Umsatzrealisierung nur erfolgen, wenn das Unternehmen damit rechnen kann, dass der Kunde die Absicht und die Fähigkeit besitzt, die Forderung zu begleichen (Einbringlichkeit).

Es ist für eine Umsatzrealisierung gem IFRS der Übergang der Preisgefahr nicht erforderlich. Es reicht, wenn die Verfügungsmacht auf den Kunden übergegangen ist.

Mehrkomponentengeschäfte können im Rahmen des UGB lediglich dann als ein einzelner Vertrag aufgefasst werden, wenn die einzelnen Teilverträge eng miteinander verbunden sind und gegenüber ein und demselben Kunden bestehen. Das Erfordernis des Bestehens gegenüber ein und demselben Kunden ist nach den IFRS nicht erforderlich.

Die IFRS erlauben eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung (percentage of completion method). Eine zeitraumgezogene Umsatzrealisierung kann im UGB lediglich im Zusammehang mit Dauerschuldverhältnissen gesehen werden und spielt daher im UGB eine untergeordnete Rolle. Umsatzrealisierung erfolgt gem UGB in der Regel zeitpunktbezogen (bei Übergang der Preisgefahr auf den Kunden).

Beim Tausch gilt gem. UGB der Gemeine Wert (Zeitwert) des hingegebenen Wirtschaftsgutes als Erlös. Die IFRS ziehen den Zeitwert des erhaltenen Wirtschaftsgutes als Erlös heran. Dennoch kann es in bestimmten Fällen zum Ausweis  der Umsatzerlöse gem IFRS und UGB in gleicher Höhe kommen. Dies ist der Fall:

  1. wenn Wert des hingegebenen Wirtschaftsgutes = Wert des erhaltenen Wirtschaftsgutes
  2. wenn der Wert des hingegebenen Wirtschaftsgutes > Wert des erhaltenen Wirtschaftsgutes (dann ist nämlich der Wert des hingegebenen Wirtschaftsgutes mit dem Wert des erhaltenen Wirtschaftsgutes gem den Normen des UGB nach oben begrenzt, und es gilt daher wieder Punkt 1.)

Werden Teilleistungen erbracht, so muss der Transaktionspreis auf diese aufgeteilt werden. Dies gilt sowohl für UGB als auch für IFRS. Das UGB fordert dazu außerdem, dass die den einzelnen Teilleistungen zugeteilten Transaktionspreise auf dem Markt verdient werden können (es muss ein Anspruch auf Zahlung der so ermittelten Teilleistungsforderungen bestehen; sog. Vorsichtsprinzip).

Die konzeptionellen Unterschiede zwischen UGB und IFRS bei spezifischen Vertragsgestaltungen werden in einem gesonderten Artikel von mir dargestellt. Folgende spezifische Vertragsgestaltungen sollen dabei analysiert werden:

  • Verkauf mit Rückgaberecht (hier)
  • Gewährleistungen und Garantien
  • Konstellation Prinzipal oder Agent (hier)
  • Optionen des Kunden zum Erwerb zusätzlicher Güter oder Dienstleistungen (hier)
  • Nicht geltend gemachte Ansprüche des Kunden (hier)
  • Nicht erstattungsfähige, im Voraus zahlbare Entgelte (hier)
  • Lizenzerteilung
  • Rückkaufvereinbarungen
  • Kommssionsvereinbarungen
  • Bill-and-hold-Vereinbarungen
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